Wilhelmshaven. Nachdem die Singles am Donnerstag eingecheckt und den Freitag bereits mit einer historischen Zeitreise durch die Stadt sowie einer Hafenrundfahrt ausgefüllt hatten, wartete am Samstag und Sonntag ein ebenso abwechslungsreiches Programm auf die Gruppe.
Der Samstag – Shoppen, chillen und wohlfühlen
Der gesamte Samstag war ganz auf Erholung und persönliches Wohlbefinden ausgerichtet. Nach einem entspannten Start in den Tag gestaltete jeder die freie Zeit nach eigenen Wünschen: Einige nutzten die Gelegenheit für einen Einkaufsbummel in Wilhelmshaven, während andere einen Ausflug nach Schillig unternahmen. Das dortige Nordseeheilbad begeisterte mit seinem weiten Sandstrand und der unberührten Natur des Wattenmeers. Bei ausgiebigen Strandspaziergängen wurden Muschelschätze gesammelt, und eine kleinere Gruppe wagte sich sogar für eine erfrischende Wattwanderung direkt ins Weltnaturerbe – bester Urlaubsspaß und eine willkommene Abkühlung in den Nordseewellen inklusive.
Ein anderer Teil der Gruppe legte auf dem Rückweg einen Zwischenstopp im idyllischen Sieldorf Hooksiel ein. Rund um den historischen Alten Hafen, dessen alte Packhäuser heute unter Denkmalschutz stehen, lud der Ort zum gemütlichen Bummeln ein. In den kleinen, inhabergeführten Boutiquen, maritimen Souvenirläden und urigen Teekontoren der Lange Straße schnupperten die Teilnehmenden echte ostfriesische Tradition. Am späten Nachmittag kam die Gruppe im bekannten Restaurant „Seglerheim“ direkt am Nassauhafen wieder zusammen. Von der Terrasse aus bot sich ein fantastischer, unverbauter Blick auf das Wasser und die vorbeiziehenden Schiffe, während die Küche die Singles mit bodenständigen, norddeutschen Klassikern und fangfrischem Fisch verwöhnte.
Der Gottesdienst am Sonntag
Der Sonntagmorgen begann für die Singles-Gruppe mit dem gemeinsamen Besuch des Gottesdienstes in der Gemeinde Wilhelmshaven. Mit Blick auf den kommenden Gottesdienst für die Entschlafenen zeigte sich eindringlich: Das gesamte Entschlafenenwesen ist ein tiefes Zeichen für Gottes allumfassende Friedensgedanken. Diese göttliche Liebe gilt untrennbar auch den Toten, die selbst in einer scheinbar unabänderlichen Situation der Gottferne neue Hoffnung und Zukunft empfangen können, da Vergebung und Umkehr im Diesseits wie im Jenseits möglich sind. Das Heil, welches durch die Sakramente zuteilwird, gilt für Lebende und Tote gleichermaßen; beide können von ihrem Leiden befreit werden, Teil der Brautgemeinde und Bewohner der neuen Schöpfung werden. Der Gottesdienst mündete in dem liebevollen Appell: „Beten wir für die Leidenden, Hoffnungslosen und Friedlosen – und wünschen ihnen ein Leben im Frieden mit dem dreieinigen Gott, diesseits wie jenseits.“
Norddeutsche Gastlichkeit
Nach diesem bewegenden Gottesdienst steuerten die Singles zur Mittagszeit das traditionsreiche Hotel-Restaurant „Zum Knurrhahn“ im ruhigen Wilhelmshavener Stadtteil Voslapp an. Das seit über 50 Jahren etablierte Haus bot genau die richtige Kulisse für einen gemütlichen Austausch. Bei deftigen Fleischgerichten und regionalen Fischspezialitäten erlebte die Gruppe echte norddeutsche Gastlichkeit. Bestens gestärkt an „Leib und Seele“ und in unmittelbarer Nähe zum Deich und dem modernen JadeWeserPort war damit das Fundament für den geschichtlichen Programmpunkt des Nachmittags gelegt.
Ein Blick in die Geschichte: Der Denkmalbunker Heppens
Der Nachmittag eröffnete der Gruppe einen eindrucksvollen Rückblick in die deutsche Geschichte. Bei der Besichtigung des historischen Hochbunkers im Stadtteil Heppens, der heute als geschütztes Baudenkmal das Stadtbild prägt, wurde die Vergangenheit greifbar. Einst im Zweiten Weltkrieg errichtet, um der Zivilbevölkerung und den Werftarbeitern Schutz vor den schweren Luftangriffen auf die Marinestadt zu bieten, mahnt das massive Bauwerk heute eindringlich gegen den Krieg. Der Rundgang durch die erhaltene Anlage vermittelte allen Teilnehmenden auf bewegende Weise, wie das tägliche Überleben in einer solchen Bunkeranlage in dunkler Zeit ausgesehen haben muss.
Auf den Spuren der Marine
Der Montag läutete schließlich den Abschied ein. Nach dem Räumen der Zimmer trat ein Teil der Gruppe aufgrund der längeren Heimreise direkt den Rückweg an. Wer noch etwas Zeit mitgebracht hatte, nutzte den Tag für einen abschließenden Besuch des Deutschen Marinemuseums. Direkt an der Maritimen Meile am historischen Südstrand und direkt neben der markanten Kaiser-Wilhelm-Brücke gelegen, bot das Museum den perfekten Ausklang.
Untergebracht in der historischen Scheibenhofwerkstatt der ehemaligen Kaiserlichen Werft aus dem Jahr 1888, beleuchtet die Ausstellung die über 175-jährige Geschichte deutscher Marinen von 1848 bis zur Gegenwart. Besonders faszinierend war das weitläufige Freigelände im alten Hafenbecken: Hier konnten die Singles originale schwimmende Einheiten hautnah erkunden – darunter den gewaltigen Zerstörer Mölders, das U-Boot U10 und ein Lenkwaffenschnellboot.
Fazit – Was bleibt?
Fünf Tage voller Leben, echter Gemeinschaft und unvergesslicher Eindrücke liegen hinter der Gruppe. Es war eine Auszeit im besten Sinne: geprägt von entspanntem Chillen an Bord der ARCONA, dem gemeinsamen Entdecken historischer Sehenswürdigkeiten und einem unbeschwerten Strandnachmittag mit echten Watterfahrungen. Neben dem tiefen göttlichen Frieden, den alle aus dem Sonntagsgottesdienst mitnehmen durften, hingen diese Tage voller guter Stimmung und gelebter Harmonie.
Eine besondere Geste des Dankes durfte am Ende Ramona Kisker, die Organisatorin dieses gemeinsamen Wochenendes, erfahren: Noch vor der endgültigen Verabschiedung bedankte sich die Gruppe mit einem kleinen Geschenk – einem „Nordlicht“ – ganz herzlich bei ihr für die großartige Organisation und den von Liebe geprägten Geist, der alle durch die gemeinsamen Tage getragen hatte. Am Ende stand für jeden fest: Diese Reise war Freude pur – und der Abschied ist fest verbunden mit dem Wunsch auf ein baldiges Wiedersehen!
Wilhelmshaven
9. Juli 2026
Text:
Redaktion
Fotos:
Bilderarchiv NAK-Singles Westdeutschland,
Redaktion
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